7. Scheeßeler Literaturtreff: „Mascha Kaléko?“

20. September 2026
Uhrzeit: 16:00 UhrDauer: ca. 2 Stunden

Scheeßeler Hof
Kirchstraße 2-3
27383 Scheeßel


„Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“

  1. Scheeßeler Literaturtreff widmet sich Mascha Kaléko

Scheeßel. Humorvoll, melancholisch, feinsinnig und erstaunlich modern: Mascha Kaléko gehört bis heute zu den beliebtesten deutschsprachigen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts. Am Sonntag, 20. September 2026, von 16 bis 18 Uhr widmet ihr die KIS – Kulturinitiative Scheeßel e.V. den 7. Scheeßeler Literaturtreff im Scheeßeler Hof.

Unter dem Titel „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“ nehmen die Literaturwissenschaftlerin Dorothee Brockmann sowie ihre beiden literaturbegeisterten Mitstreiterinnen Marianne Assenheimer und Bettina Winkler die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch Leben und Werk der Dichterin.

Mascha Kaléko, 1907 geboren, gelang bereits 1933 der literarische Durchbruch. Mit ihrem unverwechselbaren Ton traf sie das Lebensgefühl ihrer Zeit: klar und pointiert, humorvoll und zugleich von leiser Melancholie geprägt. Sie schrieb über den Berliner Alltag und das Großstadtleben, über Liebe und Einsamkeit, über menschliche Schwächen und gesellschaftliche Widersprüche. Vieles davon wirkt auch fast ein Jahrhundert später überraschend gegenwärtig.

Doch beim Literaturtreff geht es nicht nur um Kalékos Gedichte. Vorgestellt wird auch die 2025 erschienene biografische Erzählung „Wenn ich eine Wolke wäre“ des bekannten Literaturkritikers Volker Weidermann. Das Buch konzentriert sich auf ein entscheidendes Jahr im Leben der Dichterin: 1956 kehrte Mascha Kaléko erstmals wieder nach Deutschland zurück – siebzehn Jahre nach ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten.

Anhand von Briefen, historischen Quellen und biografischen Hintergründen zeichnet Weidermann diese Reise nach und eröffnet einen eindringlichen Blick auf Kalékos Gedanken und Gefühle. Es ist die Geschichte einer Dichterin, die sich ihrer alten Heimat wieder annähert und zugleich erkennen muss, dass eine wirkliche Rückkehr in das Verlorene nicht möglich ist.

Der 7. Scheeßeler Literaturtreff verspricht damit erneut einen Nachmittag zwischen Literatur, Biografie und Gespräch – und die Begegnung mit einer außergewöhnlichen Frau, deren Texte bis heute nichts von ihrer Leichtigkeit, Schärfe und berührenden Aktualität verloren haben.

  1. Scheeßeler Literaturtreff – „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“
    Sonntag, 20. September 2026, 16 bis 18 Uhr (Einlass 15.30 Uhr)
    Scheeßeler Hof, Kirchstraße 3–4, 27383 Scheeßel
    Eintritt: 5 Euro pro Person
    VVK bei Kolkmann oder per Mail an info@kis-scheessel.de


Bildnachweis: Foto: Fotoatelier Ullstein / Wikimedia Commons, Public Domain

 


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